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»Wer Sprache nicht will,
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Veranstaltungen mit Uwe Dick Interviews mit Uwe Dick Zu Uwe Dick Aus einem Interview mit Uwe Dick Stimmen zu Uwe Dick Programme von und mit Uwe Dick Editionen Uwe Dicks in der ASKU-PRESSE Editionen Uwe Dicks im Residenz Verlag Tondokumente Uwe Dicks aus der Edition Rotkehlchen Tondokumente Uwe Dicks zum Download bei www.soforthoeren.de In wenigen Restexemplaren lieferbare Titel |
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Veranstaltungen mit Uwe DickDerzeit keine Veranstaltungen geplant.
Interviews mit Uwe DickDas Interview »Optimierung des Denkens durch Witz« Das Interview »Biographie statt Karriere«
Zu Uwe DickUwe Dick steht für Denklust und sprachliche Schnellkraft. Viele seiner Wortschöpfungen – ob »Konsumwichtl«, »Synthetikbimbo« oder »Keandlbuddhist« – sind bereits Allgemeingut; der Mundfunk verbreitet seine Quintessenzen. Auch diese: »A Quintessenz is a Essenz, de ma quint, wemma lang gnua nochdenkt.« Oder: »Verklemmte lachen nicht. Sie licheln. Wenns hoch kommt, schaffen sie ein Löcheln.« Dem Bürgerrechtler »Im Namen des Baumes/ und seines eingeborenen Sohnes,/ des Buntspechts« ist Poesie eine Lebensweise, nicht aber, wie für so manche, ein schöngeistiges Alibi im Produktionskrieg wider die Natur. Nein, sie ist »Nervenkunst, Unberechenbarkeit, Revolte gegen Todesindustrie, Amokwirtschaft, Regierungskriminalität, duckdeutsches Ja-und-Amen«. Die Wortkonzentrate des »Sozial-Brachylogen« verstehen die meisten gut, aber oft nicht gern. Der Beziehungs- und Anspielungsreichtum seiner Notate, ihre dialektische Vernetzung (Schrift-Fallen-Stellerei), die Wechsel von affekthaltigen und bildhaften Figuren, überraschende Bewegungskurven durch Spruch und Widerspruch, »Vokabelargwohn anzuregen«, suchen den hellwachen Hörer und konzentrierten Leser. Die aber sind rar im allmächtigen Unterhaltungsfaschismus, der auf Zerstörung (von Bedenken) abzielt, auf kollektive Amnesie, Volksverblödung; die »Romanufaktur von Kiloware« nicht ausgenommen: »Legos statt Logos«, gedruckte Konversation pp. Während die literarischen Türhüter Uwe Dicks Bücher jahrzehntelang unterschlugen, gewannen seine Rezitals ein beträchtliches Publikum. Aber unbeirrbar – auch im Erfolg – drängt er aufs »verläßliche Wort«, dem die Tat entspricht: Biographie statt Karriere. Solche Authentizität schafft soziale Bindungen, »kann herausführen aus der sogenannten »Identitätskrise«, jener vielbequatschten Ausrede für jedermann, vom saturierten Doppelkinnhead obenauf … bis zum uniformierten Mob im staatlichen Ehrenschmutz.« »Ich bin Monarchist. Es lebe der Zaunkönig!« Dieses Nein mit Witz und Galle weiß, daß es weder mehrheitsfähig, noch lukrativ ist. Doch welche poetische Qualität ihm zuwächst, das zeigen alle Komprimate und zahlreiche Tondokumente.
Aus einem Interview mit Uwe Dick»Herr Dick, warum erfährt man so wenig von Ihnen im deutschen Feuilleton?« UD: Weil die Eminenzen dort zwar (manchmal) ein flottes Journalistisch synkopern, aber nicht lesen können. – Gezeichnete der Angestelltenkultur, bevorzugt germanistische Bildungseunuchen, beweisen die Kafka’schen Türhüter (Legitimieren Sie sich! Empfehlungen? Verlag?), daß Jean Paul aktuell ist: »Nur der Freie liebt Freie.« Oder: »Je abhängiger der Kopf, desto abhängiger von der Zeitung.« Kurz, so einen poetischen Freibeuter wie UD müssen die Aufpasser vom bürgerlichen Ordnungsamt hassen, zumal dann, wenn ihr Ignorabimus den Zulauf von Hörern (späteren Lesern) nicht verhindern konnte. – Einige dieser Übermanschgerl (sie schreiben nie »etwas«, immer nur »über«, die Unterlinge des Zeitgeistes) fuchst das Dick’sche »Glatt widerlebt« so heftig, daß sie ihre gestörte Befindlichkeit sogar mit Zitatfälschungen und übler Nachrede vermanschen neuerthings. Aber recht geschieht ihm, diesem Frechling, der, ohne um Erlaubnis zu bitten, über Zeiten und Weiten und über schnarchende oder schwatzende Pförtner hinweg mit Rustaweli, Wolkenstein, Beer, Mauthner, Samjatin, Zwetajewa und Tiziade spricht, unbekümmert, ob nun seine Dialogpartner – Pound, Mandelstam, Stelzhamer, Vacietis, Jeffers, Sewak (…) gerade in sind oder nicht. Und »über«haupt, he!, seine Radikalität (oft rabiater als Günther Anders – und lange bevor es die Grünen gab), seine Lebensweise, seine widerliche Lust, die Tarnungen des Faschismus (in Wirtschaft, Regierungen, Jargon, Handlungsweisen von Biedermännern und -frauen) aufzudecken, naja, und nicht vergessen, seine (für Anämiker) schockierende Freiheit, sowohl volksnah als auch artifiziell innovativ zu schreiben, Karl Valentin und Paul Valery, Canetti und Heinz Erhardt, Ernst Mach und Giacometti zusammenzudenken, Horaz und – wer isser denn, hää!? – sich selbst: »Ein kleines Feld « DIN A4 – und Stolz genug, des Pöbels Schmäh zu spotten.« Und nicht ein Satz zu Deutschlands neuer Größe, pfff! Stattdessen die Zumutung, mehrere Partituren vernetzt und als work in progress zu beobachten, pfff! Prismatische Worte?, Lautspannung, Vielstimmigkeit, integrale (Klang- und Bild-)Motive, Allusionen, »höchstmögliche Aufladung an Sinn«? Pfff! »Sprache statt Schreibe«, pfff! Gibts doch nich’, darf doch nicht wahr sein! Müßte man ja lesen (… können, wollen) pfff! Hör: Pfffuilleton. Aus SANDERs LeseMagazin Nr. 1
Stimmen zu Uwe DickUwe Dick schuf das Bio-Drama eines Amok denkenden Monsters, Der ÖD (1975), den grandiosesten Text der neuen bairischen Literatur. (Günther Lutz) »… neben den zahlreichen Wortneuschöpfungen, die Uwe Dick als wahren Meister der Sprache ausweisen, tragen auch die Jagdlied-Zitate zur Wirkung des Stücks bei, vom schauspielerisch glänzenden Vortrag des Künstlers gesteigert …« Westfälische Rundschau Dichte und Vielgestaltigkeit kennzeichnen sein Sprachwerk, das der moralischen Phantasie eines Günther Anders und der Bildkraft eines Robinson Jeffers näher steht als der (wieder mal:) Neuen Innerlichkeit. – »Genauer: Neue Weinerlichkeit. Wohlstandsgejapse mit theologischem Oberton.« UD »Ismen und Schismen verhöhnt er. Seine Neinsagekraft ist umwerfende Denklust, Verlockung der Phantasie. Auch zum Widerstand gegen eine totalitäre, faschistoide Wirtschaft. Nicht erst in Wackersdorf artikulierte sich manches Nein mit Sätzen von Uwe Dick. Schon vor mehr als zwanzig Jahren, als es noch keine Grünen gab, drängte seine Stimme auf kollektiven Einspruch, … gegen die Diktatur der Deppokraten.« Südwestfunk »… hier ein Buchstabe mehr, da ein Buchstabe weniger – kleine Änderung, große Wirkung. Wieder eine Lesung der Extraklasse.« Westfalenpost »Ein Radikaler im öffentlichen Dienst«, behauptet sich UD, »der wahrscheinlich einzige echte Nachfahre von Arno Schmidt«, ORF, lustvoll und mit ansteckendem Vokabelargwohn »… gegen eine medial verseuchte, korrupte und genormte Gesellschaft. Die oft verschleierten, aber allgegenwärtigen Faschismen im Denken und in der Sprache aufzeigend, verschont UD das Publikum nicht, das sich im Einverständnis mit ihm wähnt.« Neues Handbuch der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945
Programme von und mit Uwe DickDas niemals vertagte Leben Odyssee mit Cello und Trompete – Ein Canto für Ezra Pound Theriak – Dreizehn Fügungen Tag und Tod – Eine Reise in Gedichten Land-, See- und Luftschaften für Saxophon und Solosprecher Der Tod der Königin – Ein venezianischer Abend Im Namen des Baumes / und seines eingeborenen Sohnes / des Buntspechts König Tauwim – Mangaseja – Zwei Märchen Durch viele Wände kommt man nur mit dem Kopf Der Jäger vom Knall Monolog eines Radfahrers Pochwasser – Eine Biographie ohne Ich Der Öd – Das Bio-Drama eines Amok denkenden Monsters Hilfäää Luuuft! – Cantus Firmus für Solisten mit Pferdefuß Die Salzigkeit der Wogen und der Sterne Wer einen Dachschaden hat … der ist freilich offen fürs Höhere Auskünfte über Rezitals (auch mit russischer Lyrik sowie mit Werken von Robinson Jeffers, Ezra Pound, T.S. Eliot, E.G. Seeliger u.a.) erhalten Sie bei der ASKU-PRESSE.
In der ASKU-PRESSE sind folgende Editionen erschienen und noch lieferbar:
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Im Residenz Verlag sind folgende Editionen erschienen und noch lieferbar:
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Aus dem Repertoire des Sprachmusikers Uwe Dick sind in der Edition Rotkehlchen folgende Tondokumente erschienen und noch lieferbar:
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Folgende Tondokumente stehen unter www.soforthoeren.de zum Download bereit:
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| Letzte Aktualisierung: 29.01.2010 | |||